Autoversicherung in Kanada

Die sehr oft gestellte Frage in den Work and Travel Gruppen auf Facebook ist "Was zahlt ihr für die Autoversicherung?"

Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten, denn die Versicherung hängt von vielen Faktoren ab. Achtung, nicht alle Faktoren gelten in allen Provinzen, aber ich zähle mal die Hauptfaktoren auf.
 

  • Automarke

  • Alter des Autos

  • Alter der Fahrer - je älter, desto niedriger sind die Prämien im Allgemeinen

  • Geschlecht der Fahrer - Frauen bekommen in der Regel niedrigere Prämien als Männer

  • nachgewiesene Fahrerfahrung - Je länger man Auto gefahren ist, desto erfahrener ist man

  • Wohnort - In überfüllten Städten wie Toronto und Vancouver gibt es mehr Unfälle als in kleineren Städten auf dem Land

  • gefahrene Kilometer pro Jahr - Je mehr man fährt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls

  • Fahrzeugnutzung - Ob man damit zur Arbeit (commute) fährt oder nur pleasure

  • Fahrgeschichte (driving record) - Wie viele Unfälle oder Strafzettel man hat

  • Fahrgeschichte (driving record) des Zusatzfahrers, z.B. in BC

  • Winterreifen - Es gibt bei vielen Versicherern einen Versicherungsrabatt wenn das Auto im Winter Winterreifen hat, z.B. in Ontario

 

Welche Versicherungsarten gibt es?

 

Liability insurance (Haftpflichtversicherung)
Diese Versicherung ist in ganz Kanada gesetzlich vorgeschrieben. Sie deckt die Kosten für Schäden, die einer anderen Person oder einem anderen Fahrzeug bei einem Unfall entstanden sind, einschließlich Arztrechnungen, Rehabilitation, Verdienstausfall, Anwaltskosten und sonstiger Kosten bis zur Höhe Ihrer Versicherungssumme.
Wenn die Kosten für die Schäden höher sind als die Haftpflichtdeckung, muss man den Restbetrag aus eigener Tasche bezahlen.

Die Basisdeckung und auch Mindestdeckung in den drei Hauptprovinzen der Traveller Alberta, British Columbia und Ontario liegt bei $200,000, was viel zu wenig ist.


Mindestens $2 Millionen Haftpflicht-Deckung sollte man in Kanada abschließen, denn die nordamerikanischen Fahrer verklagen gerne auf Schmerzensgeld.  Und wenn der Schaden über dieser Deckungssumme liegt, zahlt man den Rest aus eigener Tasche.


Collision insurance (Kollisionsversicherung)
Die Kollisionsversicherung deckt Schäden am eigenen Auto im Falle eines Fahrzeugüberschlags oder im Falle einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug oder Gegenstand (z.B. einem Baum) ab. Wenn das Auto Totalschaden ist, übernimmt die Kollisionsversicherung die Kosten für den Austausch.


Comprehensive insurance (Vollkaskoversicherung)
Diese Art der Autoversicherung deckt Schäden ab, die nicht durch Autounfälle oder Kollisionen entstehen. Die Deckung umfasst Gefahren wie extremes Wetter, z.B. Hagel, dann Vandalismus, herab fallende Gegenstände, Feuer, Diebstahl und Überschwemmungen.


Bei den typischen alten Backpacker-Campern ist es nicht lohnenswert, Collision and Comprehensive Insurance zu nehmen, da der Wert des Autos nicht mehr so hoch ist und es im Totalschadenfall kaum was von der Versicherung gibt.

Was eine Autoversicherung nicht abdeckt

  • Die meisten Kfz-Versicherungen decken den Verlust von persönlichem Eigentum nicht ab, z. B. wenn ein Dieb Kleidung oder Elektronik aus dem Fahrzeug stiehlt. Dafür ist die Hausrat- oder Mieterversicherung in der Regel zuständig.

  • Mexiko ist bei allen Versicherern ausgeschlossen.

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