Svenja W

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Mein Name ist Svenja, ich bin 26 Jahre alt und startete am 01.03.18 mein Work and Travel Jahr in Vancouver. Mein Flug ging über Island und in Vancouver angekommen begrüßte mich erst mal der Regen. Ich hatte die erste Woche ein Hostel gebucht um meinen Papier Kram zu erledigen und um die volle Breitseite der Stadt zu erleben. Ich komme vom Land und da war diese Stadt eine Reizüberflutung für mich. Anschließend zog ich mit einer Freundin in ein airbnb etwas am Stadtrand für ca. 2 Monate. Ich fing wie so viele work and traveler bei Pristine Labour an und genoss es sehr, flexible Zeiten und einfache Arbeit. Nach und nach fühlte es sich richtig an und ich sparte fleißig, um mir dann mein erstes Auto dort zu kaufen.

Im Mai ging es dann los nach Amerika. Für vier Wochen fuhren wir von Portland bis Las Vegas und blieben stehen wo es uns gefiel. Das Van Life war absolut meins und man vergaß die Zeit. Als meine Reisebegleitung mich in Las Vegas verließ, fuhr ich wieder zurück nach Vancouver mit ein paar Stops und wurde an der kanadischen Grenze mit 'Welcome home' begrüßt. So sehr wie ich die Zeit genossen habe, so sehr nach 'heim kommen' fühlte es sich jetzt an nach Vancouver zu kommen.

Kurz darauf ging es mit einer Bekannten durch ganz British Columbia bis hoch nach Alaska. Da wurde mir auch erst mal bewusst wie groß dieses Land doch ist. Wir fuhren schließlich ganze drei Tage und waren immer noch in British Columbia. Alaska faszinierte mich sofort und 13 Grad im Juni waren nur ein Bonus für mich. Mein erstes Auto ging leider kaputt und für Reparatur hatten wir weder Geld noch Zeit. Und so wohnten wir dann in einem Leihwagen, Van Life mal anders. Aber auch das haben wir mit Humor genommen und das beste draus gemacht.

Nachdem wir Anchorage, Fairbanks, Homer, Chicken und North Pole angesehen haben, flogen wir gemeinsam zurück nach Vancouver, wo ich mir mein zweites Auto kaufte. Nun aber Kanada erkunden!

Ich fuhr nach Calgary, um eine Freundin, die zum Urlaub machen kam, abzuholen und wir schauten uns das Calgary Stampede an, um weiter in die Rockies zu fahren. Dort waren wir gut drei Wochen und konnten gar nicht genug kriegen von den Bergen, den Seen und diesem Freiheitsgefühl. Als ich sie verabschiedete machte ich mich auf den Weg nach Vancouver Island und auch dort fühlte es sich an als gäbe es keinen schöneren Flecken Erde.

Nebenbei suchte ich mir einen Job in Whistler als Night Auditor. Job Suche in Kanada war wirklich einfach! Da ich den Winter, den Schnee und Skifahren liebe war es nur naheliegend nach Whistler zu gehen. Dort verbrachte ich August bis Januar und fand viele Freunde. Zu zwölft im Haus zu wohnen hört sich erst mal gewöhnungsbedürftig an, war aber eine der besten Erfahrungen die ich machen durfte. Nachts arbeiten, tagsüber Ski fahren, abends feiern war für ein paar Monate mein bestes Leben.

Im Januar flog ich noch eine Woche nach Hawaii (als verspätetes Geburtstagsgeschenk an mich selbst), nur um dann von 30 Grad auf - 27 Grad nach Montreal zu fliegen. Eisig und wunderschön und die besten Bagels die ich je gegessen habe. Mein Weg führte mich nach Quebec, Toronto und zu den Niagara Fällen. Ich habe sehr viel in diesem Jahr gelernt. Über mich, über die Art zu leben und zu schätzen was man hat. Ich kann es jedem empfehlen ein Work and Travel Jahr zu machen und vor allem in diesem grenzenlosen, wunderschönen Kanada!

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