Nina L

Instagram: nina.lindm

Am 06.09.2018 begann das Abenteuer meines Lebens… 1 Jahr Kanada, ganz alleine, ohne Organisation und ohne einen genauen Plan wie es ablaufen wird! Im Nachhinein betrachtet frage ich mich manchmal wo ich den Mut hergenommen habe das einfach zu machen, aber bin unendlich froh es gemacht zu haben.

Aber erstmal alles auf ANFANG… um ganz ehrlich zu sein hätte der Start meines Work and Travel Jahres fast nicht schlechter laufen können. Der Flug nach Vancouver hatte Verspätung, auf das Visum musste ich sehr lange warten, es hat geschüttet wie aus Eimern, ich habe meinen Bus nicht gefunden und mich auf dem Weg zum Hostel verlaufen, kam insgesamt 4h später an als erwartet und hatte das schlimmste Jetlag das man sich vorstellen kann. Die nächsten paar Tage waren auch kein Zuckerschlecken, ich konnte kein Essen drinnen behalten und an mehr als 1-2h Schlaf pro Nacht war nicht zu denken, aber das alles änderte sich als ich mich dann auf den Weg zur Sunshine Coast machte, um auf einer Farm als Volunteer zu arbeiten (FarmVentures). Ich fühlte mich dort direkt wohl, die Menschen waren so nett und aufgeschlossen und es haben noch zwei andere Mädels dort gearbeitet. Für mehrere Monate haben wir zusammen auf der Farm mit den Besitzern gewohnt, waren nach der Arbeit mit den Pferden ausreiten, am Strand, Kajak fahren, haben Thanksgiving und Halloween zusammen gefeiert und hatten viele viele Barbeques zusammen. Es war eine so unvergessliche Zeit und ich habe Freunde fürs Leben gewonnen und dort für immer ein „zweites Zuhause“.

Danach ging es für mich zurück nach Vancouver und ich habe dort auf dem Weihnachtsmarkt gearbeitet, wo 90% aller Mitarbeiter übrigens Deutsche waren! Es war eine super Möglichkeit neue Leute kennenzulernen und mit vielen hatte Ich dann auch nach der Weihnachtszeit weiterhin Kontakt und mit manchen auch jetzt noch!

Über Weihnachten und Silvester bin ich mit Freunden nach Kalifornien geflogen und wir haben mal ein ganz anderes Weihnachten zusammen erlebt. Allen Leuten die Angst haben über die Feiertage Heimweh zu bekommen kann ich nur wärmstens empfehlen in die Sonne zu fliegen, da es sich definitiv nicht nach Weihnachten und Silvester, sondern nur nach einem tollen Urlaub mit Freunden angefühlt hat!

Danach ging es natürlich wieder zurück nach Kanada, Vancouver und es hieß für mich erstmal wieder Geld ranschaffen. Ich habe in einem kleinen Cafe gearbeitet und dort auch schnell wieder tolle neue Leute kennengelernt mit denen ich dann auch oft nach der Arbeit was unternommen habe, sei es zusammen wandern, Filmabende oder ganz „klassisch kanadisch“ sich ein Hockeyspiel anzuschauen :D . Nach dieser etwas längeren Arbeitsphase in der ich relativ sparsam gelebt habe, habe ich mich leider am Fuß Verletzt und konnte fast einen Monat nicht wirklich laufen. Es ging es für mich nochmal zurück auf die Farm, wo mich die Leute mit offenen Armen empfingen und mich „gesund pflegten“. Ich kann es nicht oft genug betonen, aber diese Aufgeschlossenheit von den Leuten auf der Farm und auch vielen anderen Leuten die Ich kennengelernt habe ist einfach unglaublich!

Und dann ging es endlich los, der erste Roadtrip… es ging nach Vancouver Island, Whistler, Banff und Jasper und es war einfach nur der Wahnsinn! Ich bin zusammen mit einem Freund in einem Umgebauten Auto/Van gereist und es war so ein tolles Erlebnis. Besonders die Nationalparks haben mir so gut gefallen ( schaut euch in Jasper „the valley oft he 7 lakes“ an) und da es noch relativ am Anfang der Saison war, war es auch noch nicht von Touristen überrannt. Wir haben alles gesehen was man sich von einem Roadtrip erwartet… Bären und Bärenbabys, Elche, wunderschöne Seen und Berge und soviel mehr. Nach diesem ersten 2.5 wöchigen Roadtrip ging es direkt weiter mit dem nächsten, diesmal aber einmal quer durch Kanada! Gestartet bin ich mit einem sehr guten Freund in Saskatoon und dann ging es rüber an die Ostküste. Toronto, Montreal, Quebec und Ottawa waren natürlich Teil der Reise, aber auch noch viel mehr als nur diese bekannten Städte. Kanada ist einfach so vielfältig und man hat einfach alles, Stadt, Land, Strand, Wald, Meer, Berge, Seen und und und, also wenn sich hier jemand nicht sicher ist ob Kanada die Richtige Wahl für ein Work and Travel Jahr ist kann ich mit 100% Sicherheit sagen, JA ist es! Bevor es für mich nachhause ging verbrachte ich noch eine Woche in New York und flog dann von dort aus nachhause. Es hat sich definitiv total gelohnt, erstens ist New York eine so coole Stadt und wann ist man schonmal um die Ecke :D. Zweitens sind die Flugpreise aus New York auch deutlich billiger und man kann sein Geld für schönere Sachen ausgeben ;).

Abschließen möchte Ich also allen (angehenden) Work and Travellern sagen „es lohnt sich“! Egal wieviel am Anfang schief gelaufen ist, oder was einem für Steine in den Weg gelegt werden, die ganzen tollen Erfahrungen überwiegen und bleiben einem für immer und ich bin unendlich dankbar so tolle Menschen kennengelernt zu haben und Freundschaften fürs Leben geschlossen zu haben!

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