Lena W

Instagram: lena_levia_

Hey ihr wunderbaren Menschen,

Anfangs heißt es doch immer ‚‚Warum denn nach Kanada, da ist es doch so kalt?‘‘ ‚‚Du kannst doch gar kein Französisch, wie willst du es denn in Kanada schaffen?‘‘ etc… Doch ich liebe genau diese Kälte, die absolut umwerfende Natur, die freundlichen Menschen, die Größe des Landes. All das was Kanada einem bietet.

Im Oktober 2018 habe ich, Lena, es gewagt nach Kanada (Toronto) zu fliegen nach dem ich mein Abitur gemacht habe. Der Beginn der schönsten 1 ½ Jahre meines Lebens.

Ich bin ohne große Planung alleine nach Toronto, hatte für 5 Tage ein Hostel gebucht und bin schon nach 3 Tagen spontan abgereist und bin nach Ottawa mit Leuten aus meinem Hostel Zimmer. Mit denen bin ich ein bisschen durch den Osten gereist und habe Farmwork gemacht, bin dann nach New York und rüber nach Britisch Kolumbien geflogen, die beste Entscheidung. Ich habe den Winter in einem Skigebiet in Revelstoke verbracht und kann dieses süße kleine Städtchen jedem nur ans Herz legen, wenn er mit richtigen Locals zusammen leben möchte. Die ersten paar Wochen ist es immer schwierig sich zu integrieren, allerdings hab ich mir immer gesagt, dass ich mir 5 Wochen Zeit gebe und wenn es danach noch komisch ist, reise ich ab. Allerdings war das nie der Fall, da man nach 3-4 Wochen immer integriert ist.

Nach der Ski Saison voller Schnee, bin ich auf Roadtrips durch Britisch Kolumbien und Alberta, durch die riesigen gewaltigen Rocky Mountains und den beeindruckenden National Parks. Ich dachte mir nur, im Geschichtsunterricht hätte ich mir nie vorstellen können, mal wirklich davor zu stehen und in den Rocky Mountains zu leben.

Am Ende des Roadtrips bin ich in Tofino angekommen, in einem kleinen Surfer Städtchen auf Vancouver Island. Dort habe ich meinen Van gefunden und spontan beschlossen ihn zu kaufen. Ein blauer Chevrolet Astro von 1994, ich taufte ihn Elliot.

Mit diesem Elliot bin ich mit vier Freunden die gesamte Westküste runter über 6 Wochen lang. Begonnen haben wir in Vancouver, sind dann nach San Fransisco, LA, San Diego und zurück über Las Vegas, die Grand Canyons, dem Yellowstone International Park und wieder nach Tofino, da ich mich so in das Städtchen verliebt habe.

Amerika ist noch schöner als man es sich vorstellt. Das Gefühl dass man hat wenn man den Highway direkt neben dem Meer runter fährt und auf der Kassette Good Vibrations von the Beach Boys hört, ist unbeschreiblich. Wenn man schon mal in Kanada ist, kann ich den Westcoast trip nur empfehlen. Die Grand Canyons, die berühmten Großstädte, die National Parks sind eine Erfahrung fürs Leben.
Den Rest des Sommers habe ich in Tofino verbracht, in einer kleinen Bar gearbeitet und habe mein Vanleben am Meer, mit gefühlt hunderten Sonnenuntergängen, genossen.

Mein Work and Travel Jahr war im Oktober vorbei, jedoch bin ich mit einem Touristen Visum für weitere 6 Monate da geblieben, um noch eine zweite Ski Saison in Revelstoke zu verbringen. Es gibt einfach nichts besseres als in den Rocky Mountains im tiefen Neuschnee Ski zu fahren.

Nach diesen 1 ½ Jahren bin ich im März 2020 zurück nach Deutschland. Und auch wenn ich schon 7 Monate wieder hier bin, vermisse ich Kanada jeden Tag. Die Menschen wachsen einem so ans Herz, man vermisst die Freundlichkeit mit der man am Anfang noch überfordert war und man vermisst einfach die Gelassenheit und die atemberaubende Natur.

Mit Corona hat sich alles verschoben aber nächstes Jahr beginne ich mein Biologie Studium. Aber nach dem Studium geht’s für mich auf jeden Fall wieder ins Ausland. Ob Amerika, Australien, Asien oder Neuseeland ist mir egal. Kanada hat mir so viel Lust zum Reisen gegeben.

Es gibt noch so viel zu sehen da draußen!!

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